Hermann Färber: „Wasser ist normalerweise nichts, worüber wir uns in Deutschland groß Gedanken machen. Wir drehen einfach den Hahn auf, und schon fließt das Wasser zum Kochen, Waschen oder für die Toilettenspülung. In Deutschland werden pro Person und Tag circa 121 Liter Wasser verbraucht. Auf der Südhabkugel unseres Planeten sieht die Lage allerdings ganz anders aus, wie in Afrika, wo die Menschen mit weitaus weniger Wasser pro Tag auskommen müssen.

Doch Veränderungen durch den Klimawandel machen auch vor unseren nördlichen Breitengraden nicht Halt. Das hat uns in Deutschland die Dürre im letzten Jahr eindrücklich vor Augen geführt. Insbesondere im Norden und Osten des Landes waren ganze Landstriche von der Dürre betroffen, was zu verheerenden Waldbränden, Verringerung der Pflanzenvielfalt und Biodiversität aufgrund der großen Trockenperiode und auch zu Ernteausfällen führte.

Das diesjährige Motto "Natur und Wasser" weist darauf hin, dass andere natürliche Ressourcen eng mit Wasser verbunden sind. Insbesondere Wälder und Feuchtgebiete sind wichtige Wasserspeicher. Sie spielen im globalen hydrologischen Kreislauf und in der Wasser- und Trinkwasserversorgung eine entscheidende Rolle. Sie beeinflussen die den Menschen zur Verfügung stehende Menge und Qualität an Wasser durch ihre natürliche Filterfunktion. Gleichzeitig reduzieren sie wasserbedingte Risiken wie Dürre, Erdrutsche und Überflutungen – wie sie auch in mehreren Gemeinden unseres Landkreises immer wieder auftreten. Die vielfältigen Schutzfunktionen können die Wälder allerdings nur erfüllen, wenn sie nachhaltig bewirtschaftet werden. Daher engagiert sich das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft weltweit für eine Waldbewirtschaftung, welche die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen des Waldes erhält und dessen Vitalität und Stabilität fördert.

Den Tag des Wassers am 22. März sollten nicht nur Regierungen, sondern auch Schulen und Vereine, Bürgerinnen und Bürger nutzen, um auf das Thema Wasser aufmerksam zu machen. Dazu möchte ich Sie alle herzlich aufrufen und zumindest einmal innezuhalten, ehe Sie das nächste Mal den Wasserhahn aufdrehen: Wasser ist Leben, Wasser ist kostbar und nur wenn wir die Natur als Ganzes wertschätzen, bleibt der Wasserkreislauf der Erde erhalten.“

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d.martin

Dominik Martin

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