Nicole Razavi MdL: „Es geht um Daseinsvorsorge. Der Bus macht den ländlichen Raum mobil, er ist das Rückgrat unseres öffentlichen Nahverkehrs.“

„Corona hat den Busverkehr faktisch stillgelegt. Schülerverkehre brechen weg, Pendler sind im Homeoffice oder fahren zur Sicherheit mit dem Auto. Die Fahrgäste werden auch bei aller Hygienevorsorge in den nächsten Monaten fehlen. Wenn wir unseren Busunterneh-men im Kreis und im ganzen Land nicht helfen, gehen bei ihnen die Lichter aus.“, warnt Nicole Razavi MdL. Die CDU-Landtagsabgeordnete und Verkehrspolitikerin will deshalb auch fi-nanzielle Hilfe des Landes, um Insolvenzen zu verhindern. „Die CDU-Landtagsfraktion will deshalb eine schnelle Entscheidung, wie der Busbranche nachhaltig geholfen werden kann. Wir werden sicher nicht alle Einnahmeausfälle auffangen können. Es geht aber darum, eine ganze Branche am Leben zu erhalten.“
„Unsere mittelständischen Busunternehmen sind das Rückgrat ei-nes verlässlichen und umweltverträglichen ÖPNV im ländlichen Raum und eine wichtige Säule des Tourismus. Ohne sie sind viele Menschen ohne Auto aufgeschmissen, Schüler kommen nicht in die Schule, Pendler nicht zur Arbeit und viele Menschen nicht zum Einkaufen. Da ist Chaos vorprogrammiert. Die Busbranche ist ein systemrelevanter Pfeiler für das Funktionieren unseres Gemeinwe-sens und darf in dieser Ausnahmesituation nicht alleine gelassen werden. Wir brauchen die Busunternehmen auch nach Corona. Deshalb müssen wir ihnen jetzt über diese harte Durststrecke hel-fen“, so Nicole Razavi weiter. Für die stellvertretende Vorsitzende der CDU- Landtagsfraktion ist die kommunale Seite als Aufgaben-träger gefordert, aber auch das Land.
„Normalerweise ist in dieser Jahreszeit am Markt kaum ein Bus zu bekommen. Nun fällt aktuell der gesamte Umsatz aus dem Aus-flugs- und Fernreiseverkehr weg. Der Tourismus gehört zu den am härtesten von der Pandemie betroffenen Bereichen. Keiner kann momentan sagen, wann Gruppen wieder zusammen unterwegs sein werden. Ähnlich sieht es daheim in unseren Kommunen aus. Im örtlichen Linienverkehr fahren die Busse trotz Fahrplanein-schränkung viel Luft spazieren. Schülerinnen und Schüler bleiben zu Hause, viele andere steigen aus Sorge vor der Ansteckungsge-fahr aufs eigene Auto um. Unsere Busunternehmen haben mit ei-nem gravierenden Einbruch bei den Fahrgeldeinnahmen zu kämp-fen.“ Auch als Kreisrätin begrüßt Nicole Razavi deshalb ausdrück-lich, dass der Landkreis Göppingen als Aufgabenträger für den Busverkehr die Ausgleichszahlungen für die Schülerverkehre trotz-dem schnell und unkompliziert an die Unternehmen weiterreicht. Aber das werde nicht reichen.
„Klar ist: Die Einnahmen werden noch lange Zeit hinter den Erwar-tungen zurückbleiben. Wenn wir nicht handeln, wird es für etliche Betriebe zu spät sein. Unsere Region braucht hier Unterstützung und dafür werde ich mich einsetzen“, so Nicole Razavi abschließend.

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d.martin

Dominik Martin

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