Klimaschutz gibt es nicht zum Nulltarif. Gerade für die Menschen, die in ländlich geprägten Regionen wie dem Landkreis Göppingen leben, würde nach der Einschätzung des CDU-Bundestagsabgeordneten Hermann Färber eine CO2-Bepreisung bei der Mobilität voll durchschlagen. „Wir können die Maßnahmen zum Klimaschutz nicht vorrangig an den strukturellen Gegebenheiten von Großstadtregionen wie Berlin, München oder Frankfurt ausrichten“, stellt der Parlamentarier klar. Dort finde man ein umfassendes und abgestimmtes Öffentliches Personennahverkehrssystem (ÖPNV) mit S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn und DB-Verbindungen (RB, RE) vor. „Bei uns im Landkreis Göppingen, wie im Übrigen in allen eher ländlich geprägten Gegenden, haben wir ganz andere verkehrliche Voraussetzungen. In den großstädtischen Ballungsräumen ist es für die Menschen relativ einfach, bei der Gestaltung des täglichen Lebens auf das Auto zu verzichten und damit CO2 einzusparen. Bei uns hingegen benötigen die Menschen für ihre alltäglichen Verrichtungen und Erledigungen das Auto“, erklärt Färber.
Die derzeit bekannten Vorschläge der Grünen zum Klimaschutz berücksichtigen die besonderen Bedingungen der ländlichen Regionen, in denen die überwiegende Mehrzahl der Bevölkerung lebt, nicht. Nach diesen Vorschlägen würde jeder Einwohner gleich viel an Entlastungsleistung bei einer CO2-Bepreisung bekommen, egal, ob er in Berlin lebt, arbeitet und guten ÖPNV hat, oder ob er im Landkreis Göppingen lebt und beim Weg zur Arbeit auf das Auto angewiesen ist. „Die Grünen nehmen mit solchen Klimaschutzmaßnahmen die drohende Spaltung zwischen Stadt und Land billigend in Kauf“, kritisiert Färber.

An den weltweit verursachten CO2-Emissionen hat Deutschland einen Anteil von 2,2%. Die größten CO2-Verursacher sind China (27,2%), USA (14,6%), Indien (6,8%) und Russland (4,7%).
In Deutschland hat der Verkehr (einschließlich Straßenverkehr) einen Anteil von 18,2% am CO2-Ausstoß.

„Um eine Spaltung unserer Zivilgesellschaft zu verhindern, benötigen wir eine Mobilitätspauschale für den ländlichen Raum als Ausgleich der finanziellen Mehrbelastung für die dort lebenden Menschen“, fordert Färber.

Überdies benötigen wir nach den Worten des Böhmenkircher CDU-Abgeordneten keinen Kampf gegen das Auto und die Automobilwirtschaft, sondern politische Rahmenbedingungen, die es der Automobilwirtschaft ermöglichen, mit neuen, klimafreundlichen Technologien weiterhin ein bedeutender Teil unserer Industrie- und Arbeitslandschaft zu bleiben.

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