Die Herbstzeitlose ist für die Landschaftspflege und Landwirte um Winzingen ein Problem. Die für Tiere hochgiftige Pflanze breitet sich so stark aus, dass das gemähte Gras nicht mehr als Futter für die Tiere zu verwenden ist. "Ich war erschrocken, als ich im Frühjahr gesehen habe, wie stark sich die Herbstzeitlose ausgebreitet hat. Und wie groß der Schaden beim Futteraufwuchs ist. Einfach entfernen kann man die Pflanze nicht, da die Fläche durch eine Naturschutzverordnung des Landes geschützt ist“, erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete Hermann Färber beim Vor-Ort-Termin mit seiner CDU-Kollegin Nicole Razavi MdL, Behörden, betroffenen Landwirten und der Parlamentarischen Staatssekretärin aus dem Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD). Von Beginn an war klar: CDU und SPD ziehen hier an einem Strang „Es darf in dieser Sache kein Gegeneinander zwischen Behörden und Naturschutz geben“, erklärt Schwarzelühr-Sutter. Eine pragmatische Lösung müsse her. Dafür sagte die Staatssekretärin, auch im Namen der Bundestagsabgeordneten Heike Baehrens und des Landtagsabgeordneten Sascha Binder, ihre aktive Unterstützung zu.

Nicht nur bei den beiden Bundestagsabgeordneten, sondern auch zwischen Stadt, Behörden, Naturschutzverbänden und den Landwirten herrschte Einigkeit: man wolle die Flächen im Rahmen der Vorgaben ordentlich bewirtschaften und nutzen, um so die Biodiversität und das Naturschutzgebiet als solches zu erhalten.

„Was in Berlin manchmal schwierig ist, hat in Winzingen einwandfrei funktioniert: im Sinne der Sache, konstruktiv, gemeinsam Lösungsansätze für ein Problem zu finden“, fasste Färber den Termin zusammen. Im nächsten Schritt wird das Landratsamt auf das Umweltministerium des Landes Baden-Württemberg zugehen. Dafür erarbeitete die Stadt Donzdorf in enger Abstimmung mit dem Landkreis und dem Landschaftserhaltungsverband einen umfangreichen Maßnahmenkatalog. Das Bundesumweltministerium wird dabei fachlich unterstützen. „Wir wollen im bestehenden Rahmen des Bundesnaturschutzgesetzes Rechtssicherheit erreichen und klären, ob im Wege eines Pilotprojekts Möglichkeiten gesucht werden können, um auf naturverträgliche Weise die Ausbreitung der Herbstzeitlosen so zu begrenzen, dass die Landwirte nicht unnötig belastet werden“, sagt Schwarzelühr-Sutter. Färber betont in diesem Zusammenhang: „Es geht nicht darum, die Erträge zu steigern, sondern darum, die Bewirtschaftungsfähigkeit geschützter Wiesen zu erhalten und dadurch die unkontrollierte Ausbreitung von hochgiftigen Pflanzen einzudämmen.“

Klares Bekenntnis von Schwarzelühr-Sutter und Färber: Eine pragmatische Lösung im Naturschutzgebiet Heldenberg muss gefunden werden.

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